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Steuern / Umsatzsteuer 
Dienstag, 19.11.2019

Zur umsatzsteuerlichen Behandlung von Sachlotterien

Das Landesamt für Steuern Niedersachsen hat zur umsatzsteuerlichen Behandlung von Vergaben von Sachpreisen bei einer öffentlichen Lotterie, Ausspielung oder Tombola (sog. Sachlotterie) Stellung genommen (Az. S-7109-5-St 17).

Mit dem Verkauf von Losen für Sachlotterien erbringt der Veranstalter Lieferungen im Sinn des Umsatzsteuergesetzes.

Losverkäufe sind umsatzsteuerpflichtig, wenn sie nicht unter das Rennwett- und Lotteriegesetz fallen oder von der Rennwett- und Lotteriesteuer befreit sind oder die Steuer nicht erhoben wird. Die im Inland steuerbaren Umsätze von Online-Glücksspielen unterliegen nicht dem Rennwett- und Lotteriegesetz. Daher sind diese Umsätze nicht steuerbefreit.

Zu den umsatzsteuerpflichtigen Veranstaltungen gehören insbesondere

  • von den Ordnungsämtern genehmigte Sachlotterien zu ausschließlich gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken, bei denen der Gesamtpreis der einzelnen Lotterien den Wert von 40.000 Euro nicht übersteigt,
  • Sachlotterien auf Volksfesten, Jahrmärkten und bei ähnlichen Gelegenheiten, bei denen die Gestehungskosten eines Gewinns höchstens 60 Euro betragen, mindestens 50 % der Gesamteinsätze an die Spieler zurückfließen und mindestens 20 % der Gewinnentscheide zu Gewinnen führen.

Wenn diese Grenzen überschritten werden, sind die Lotterien und Ausspielungen nach dem Rennwett- und Lotteriegesetz steuerbar und -pflichtig und folglich von der Umsatzsteuer befreit.

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Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.